bookmark_borderZeit der Drachen 

Zeit der Drachen (Film, in Entwicklung)

Melda (40) ist eine erfolgreiche Kinderbuchautorin und Kolumnistin, die sich unermüdlich für migrantische Mädchen, feministische Perspektiven und soziale Gerechtigkeit stark macht. In ihrem neusten Buch „Zeit der Drachen“ werden mutige Mädchen zu bunten Wesen voller Kraft. Doch während sie in ihrer Kunst von Erfolg zu Erfolg schwebt, beginnt ihre Realität zu bröckeln. Gemeinsam mit ihrem Mann Adnan (42) wünscht sie sich ein Kind – doch es will nicht klappen. Der Druck der Familie, die innere Uhr, unausgesprochene Erwartungen –all das zehrt an ihr. In einer Nacht wird Melda in der U-Bahn von Jugendlichen vergewaltigt. Ein Video der Tat taucht im Netz auf. Ihr Körper, ihre Würde, ihr öffentliches Bild – alles wird erschüttert. Dann erfährt sie, dass sie schwanger ist. Das Kind stammt von einem der Täter. Halt findet sie kaum: Selbst Adnan, der sie liebt, droht unter der Last zu zerbrechen. Die Beziehung beginnt zu zerfallen. Melda trifft eine Entscheidung: Sie reist in ein kurdisches Flüchtlingslager im Nordirak, wo jesidische Mädchen leben, die ebenfalls Gewalt erlebt haben. Dort beginnt sie mit den Kindern zu arbeiten – zuzuhören, zu schreiben, neue Perspektiven zu entdecken. Die Begegnung mit der kleinen Mira öffnet in ihr einen neuen Raum: für Heilung, Verantwortung und vielleicht sogar Hoffnung. „Zeit der Drachen“ erzählt von einer Frau, die lernt, nach dem Zerbrechen wieder aufzustehen – und den Mut findet, sich selbst und anderen eine Zukunft zuzutrauen.

Drehbuch gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW
Buch und Regie: Süheyla Schwenk

Bildquelle: Shotdeck